





















Hinweis:
Die Wasserballregeln haben sich zur Saison 2005/06 gründlich geändert. Die Informationen auf dieser Seite können daher nur zur groben Orientierung dienen. An unsere Fachleute: wer würde sich zutrauen, diese Seite zu überarbeiten?
Inhalt:
Was
ist Wasserball?
Geschichte
Spielfeld und Spielgerät
Regeln
Schiedrichterauslegungen
Was
ist Wasserball?
Wasserball
ist ein Mannschaftsspiel im Wasser für Männer und Frauen. Ziel des Spieles ist
es, einen Ball in die Tore am Ende des Spielfeldes zu werfen. Die Mannschaft,
die die meisten Tore erzielt, gewinnt. Eine Mannschaft besteht aus insgesamt
13 Spielern, von denen sich jeweils sieben im Wasser befinden, davon ein Torwart.
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Geschichte
Zum Ursprung
des Wasserballspiels gibt es verschiedene Entstehungsgeschichten.
Eine Variante sieht die Wurzeln des Spiels in einem Wettbewerb unter Seeleuten
im Londoner Themse-Hafen. Auf Fässern reitend, die mit hölzernen Pferdeköpfen
verziert waren, mußten sie möglichst schnell eine gegebene Strecke
im Wasser zurücklegen. Später sollen sie auch noch versucht haben,
mit einem Stock einen kleinen Ball vor sich herzutreiben. Aus dieser Nachahmung
des Pferde-Polo-Sports soll die Bezeichnung "waterpolo" entstanden
sein. Unklar bleibt jedoch, wie sich die braven Seeleute noch fortbewegen wollten,
wenn eine Hand mit Ballführen beschäftigt war.
Wahrscheinlicher ist die Entstehungsvariante, wonach sich die Sportart Mitte
des 19. Jahrhunderts aus einer Art "Rugby im Wasser" entwickelte,
das in den Flüssen und Seen Englands gespielt wurde. In den frühen
Spielen kam ein luftgefüllter Ball zum Einsatz, der ursprünglich aus
den indischen Kolonien stammte und als "pulu" bekannt war (das indische
Wort für alle Art Bälle). Von den Engländern wurde es "polo"
ausgesprochen und mit "water polo" sowohl der Ball wie auch das Spiel
bezeichnet. Gelegentlich dienten verankerte Ruderbote als Tore, in die der Ball
abgelegt werden mußte.
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Spielfeld
und Spielgerät

Spielfeld:
Die Spielfeldmaße betragen in der Regel 30m x 20m, bei den Frauen und
in der Jugendklasse C 25m x 16 2/3m. Die Wassertiefe muß an allen Stellen
mindestens 1,80m (nach Möglichkeit 2,00m) betragen.
Tore:
3m x 0,90m

Bälle:
Das Gewicht des Balles muß 400-450g betragen. Für die Herren müssen
die Bälle einen Umfang von 0,68-0,71m haben, für die Frauen und die
Jugendklasse C 0,65-0,67m.
Flaggen:
Der Schiedsrichter hat einen Flaggenstab, der an einem Ende eine weiße
und am anderen Ende eine blaue Flagge hat. Mit ihm zeigt er Freiwürfe,
Strafwürfe und persönliche Fehler der Spieler in der jeweiligen Farbe
an. Die beiden Torrichter haben jeder zwei Flaggen, mit denen sie beim Anschwimmen
dem Schiedsrichter anzeigen, ob die Mannschaften sich ordnungsgemäß
verhalten (rote Flagge und bei falschem Verhalten weiße Flagge). Sie zeigen
auch Torabwurf (weiß), Ecke (rot) und Tor (rot und weiß) an.
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Regeln
Auswechseln
von Spielern:
Ein Spieler darf in folgenden Fällen ausgewechselt werden:
- während der Pausen zwischen den Spielabschnitten, auch in einer Spielverlängerung,
- vor dem Beginn einer Spielverlängerung,
- nach einem Torgewinn.
Spielzeit:
Es werden 4 Viertel von jeweils 7 Minuten reiner Spielzeit gespielt. Zwischen
den Vierteln gibt es eine Pause von 2 Minuten.
35-Sekunden-Regel:
Innerhalb von 35 Sekunden muß die ballführende Mannschaft einen Torwurf
ausführen, ansonsten wird das Spiel von dem Ort, an dem sich der Ball bei
Ablauf der 35 Sekunden befand, mit einem Freiwurf für die gegnerische Mannschaft
fortgesetzt.
Schiedsrichter:
Das Spiel wird von zwei, sich diagonal gegenüberstehenden, Schiedsrichtern
geleitet. Beide Schiedsrichter sind gleichberechtigt.
Seitenwechsel:
Nach zwei Vierteln wechseln die Mannschaften die Seiten, die Schiedsrichter
wechseln nach dem 1. und dem 3. Viertel die Seiten.
Einfache
Fehler:
Einfache
Fehler sind:
- den Ball unter Wasser zu ziehen,
- den Gegner unterzutauchen,
- den Ball mit der Faust zu schlagen,
- einen Gegner, der nicht den Ball hält, zu behindern,
- sich ohne Ball im 2 m-Raum vor dem gegnerischen Tor aufzuhalten, es sei
denn hinter der Linie des Balles (Abseits).
Diese Fehler werden mit einem Freiwurf geahndet.
Schwere
Fehler:
- einen Gegner, der den Ball nicht hält, festzuhalten, unterzutauchen
oder zurückzuziehen,
- einen Gegner zu treten oder zu schlagen oder eine Bewegung auszuführen,
die diese Absicht erkennen läßt,
- dem Gegner ins Gesicht zu spritzen,
- eine brutale Handlung gegen einen anderen Spieler oder Kampfrichter zu
begehen,
- dem Schiedsrichter den Gehorsam zu verweigern,
- Fehler in einer Spielunterbrechung zu begehen,
- nach einer Hinausstellung falsch wieder in das Spielfeld zu kommen (z.B.
die Leine hochzuheben, sich, wenn möglich, von der Wand oder vom Boden
abstoßen),
- eien Strafwurf zu verursachen.
Diese Fehler werden als persönliche Fehler gewertet. Jeder persönliche
Fehler wird im Protokoll beim jeweiligen Spieler gekennzeichnet, drei persönliche
Fehler bedeuten den Ausschluß des Spielers mit Ersatz.
Hierfür
gibt es folgende Strafen:
Hinausstellung:
- für 20 Sekunden, bis zum nächsten Tor oder nach Gewinn des Ballbesitzes
(d.h. Kontrolle über den Ball) durch die Mannschaft des ausgeschlossenen
Spielers während der tatsächlichen Spielzeit oder zu Beginn eines
neuen Spielabschnittes (je nach dem, was zuerst eintritt),
- für die gesamte Spielzeit mit Ersatz (z.B. bei Schiedsrichterbeleidigung),
- für die gesamte Spielzeit ohne Ersatz (z.B. bei brutaler Handlung).
Der ausgeschlossene
Spieler muß sich zum eigenen Wiedereintrittsraum begeben, ohne das Wasser
zu verlassen, auch, wenn er für den Rest des Spiels ausgeschlossen ist.
Verläßt er das Wasser, außer nach dem Wiedereintritt eines
Austauschspielers, wird er für die gesamte Spielzeit mit Ersatz hinausgestellt.
4m-Strafwurf:
- wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft einen Fehler im 4-Meter (Straf-)Raum
begeht, mit der Absicht, ein wahrscheinliches Tor zu verhindern,
- wenn der Torwart oder ein Spieler der verteidigenden Mannschaft den Ball
in Bedrängnis unter Wasser zieht,
- wenn der Torwart oder ein Spieler der verteidigenden Mannschaft das Tor
herunterzieht.
Die Schiedsrichter
müssen das Ahnden eines Fehlers unterlassen, solange der Ball spielbar
ist. (Vorteilsregel)
Als Ergänzung zum Regelwerk wurden den Schiedsrichtern seitens des DSV
weitere Anweisungen gegeben: